Verhaltensregeln in einer Mysore-Klasse

 

  • Lasse deine Schuhe im Vorraum oder vor der Tür und deine Kleidung und deine Tasche im Umkleideraum. Nimm nur Sachen mit in den Übungsraum, die du während deiner Praxis benötigst.
  • Hygiene ist ein wesentlicher Teil der Yogapraxis. Stelle daher bitte sicher, dass du und deine Kleidung sowie ggf. deine Matte sauber sind. Versuche, parfümierte Produkte zu vermeiden.
  • Du solltest mindestens zwei Stunden vor und 30 Minuten nach deiner Praxis nichts essen. Trinke viel Wasser nach der Praxis.
  • Versuche, mit deiner Praxis zur angegebenen Anfangszeit der Mysore-Klasse zu beginnen, wenn das Eröffnungsmantra zusammen gesungen wird. Wenn du später kommst, betrete den Raum ruhig und warte darauf, dass der Lehrer dir deinen Platz zeigt. Beginne in Stille mit dem Eröffnungsmantra.
  • Respektiere die traditionelle Ashtanga-Methode und befolge sie so, wie sie von Sri K. Pattabhi Jois gelehrt wurde. Füge nichts hinzu, üerspringe nichts und weiche auch nicht in anderer Art und Weise von der traditionellen Ashtanga-Sequenz ab, sofern es nicht vom Lehrer genehmigt oder gefordert wird. Falls du die Sequenz noch nicht auswendig kennst, sieh dir vor Beginn der Klasse eine Übersicht der Sequenz an (z.B. hier), aber verwende sie nicht während deiner Praxis, so dass du die Sequenz mit der Zeit auswendig lernst.
  • Respektiere dass Schüler-Lehrer-Verhältnis und befolge jede Anweisung deines Lehrers. Informiere den Lehrer ggf. über körperliche Beeinträchtigungen.
  • Praktiziere keine neuen Asanas, sofern es nicht mit deinem Lehrer abgesprochen ist. Bitte den Lehrer nicht nach neuen Haltungen; er wird auf dich zukommen, wenn du dafür bereit bist.
  • Warte geduldig darauf, dass der Lehrer zu dir kommt, um dich zu adjusten, wenn er gerade damit beschäftigt ist, einen anderen Schüler zu adjusten. Halte ein Handtuch bereit, das der Lehrer ggf. benutzen kann, wenn er dich adjustet.
  • Bleibe auf deiner eigenen Matte und sieh davon ab, andere Praktizierende zu unterstützen.
  • Respektiere deine Grenzen. Erkenne an, dass dein Körper und dein Geist sich an jedem Tag anders anfühlen; höre darauf, was dein Körper dir sagt und praktiziere in deinem eigenen Rythmus, deiner eigenen Atmung folgend.
  • Praktiziere mit Vorsicht und Rücksicht dir selbst und anderen gegenüber.
  • Sprich nicht, wenn es nicht notwendig ist.
  • Wenn du dich während oder nach deiner Praxis emotional aufgewühlt fühlst (durch Freude, Trauer, Gereiztheit etc.), akzeptiere deine Gefühle und heiße sie willkommen. Wenn dir das schwerfällt, kannst du gerne mit deinem Lehrer darüber sprechen.
  • Unterschätze nicht den Effekt von Ashtanga Yoga. Es ist eine sehr effektive Selbsttherapie für die persönliche Entwicklung — physisch, mental und spirituell. Erwäge eine ausgeglichene Praxis, die sowohl Anspannen als auch Loslassen zusammenführt, als Mittel für deinen Fortschritt.
  • Es ist eine schöne Geste und Teil der Tradition, dich von deinem Lehrer zu verabschieden, wenn du den Raum verlässt.